Überführungskennzeichen

Bei dem Überführungskennzeichen handelt es sich um eine spezielle Form der Kennzeichen, welche vor allem dann eingesetzt werden, wenn ein Fahrzeug überführt oder ausgeführt werden soll. Viele Autokäufer wenden sich dieser Thematik erst dann zu, wenn Ihnen bewusst wird, dass Sie sich ein Fahrzeug gekauft haben, dass Sie auch noch in den eigenen Wohnort überführen müssen. Dabei wäre es durchaus wichtiger, sich diesem Thema bereits im Vorfeld zu, zu wenden, da es hierbei einige Aspekte zu beachten gibt.

Wie sieht ein Überführungskennzeichen aus?

Auf den ersten Blick sieht das Kennzeichen aus, wie man es von den normalen Kennzeichen her kennt. Die Besonderheit besteht aber darin, dass es hierbei auf der rechten Seite auch noch einen roten Rand gibt. Auf diesem wird dann eingetragen, für welchen Zeitraum das Überführungskennzeichen gültig ist. Betrachtet man die Stempelplakette näher, wird man feststellen, dass hierauf das Bundesland auch rot aufgedruckt wurde. So lassen sich Überführungskennzeichen auch aus einiger Entfernung noch klar erkennen.

Wann besteht die Notwendigkeit ein Überführungskennzeichen zu beantragen?

Immer dann, wenn ein Fahrzeug ins Ausland oder aus dem Ausland transportiert werden soll, dann wird ein Überführungskennzeichen notwendig. Das ist der Grund, warum es auch als Zoll- oder Exportkennzeichen bezeichnet wird.

In der Theorie wäre es so, dass man ein angemeldetes Auto auch ohne dieses spezielle Kennzeichen überführen könnte. Dabei besteht aber die Problematik, dass man sich voll und ganz auf den Verkäufer oder Käufer verlassen müsste. Denn dieser darf das Fahrzeug in diesem Zeitraum dann natürlich nicht einfach ummelden. Wird man selbst als Verkäufer tätig, muss man zudem damit rechnen, dass man für alle Geschwindigkeitsüberschreitungen, welche dann mit dem Wagen begangen werden auch haftbar gemacht werden kann. Wer auf der sicheren Seite sein möchte, sollte in jedem Fall darauf achten, dass das Fahrzeug ordnungsgemäß abgemeldet wurde und das Überführungskennzeichen für den Transport eingesetzt wird. Dabei ist es immer die Pflicht des Käufers, das Überführungskennzeichen zu beantragen.

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Wie und wo kann man ein Überführungskennzeichen beantragen?

Gerne helfen wir Ihnen dabei, Ihr Überführungskennzeichen beantragen zu können. Wenn Sie unseren Service nutzen, können Sie sich Zeit und Geld ersparen.

Es ist wichtig zu beachten, dass für die Beantragung eines solchen Kennzeichens einige Unterlagen erforderlich sind. Dazu gehören:

-Grüne Abmeldebescheinigung, welche ausweist, dass eine Stilllegung des Fahrzeuges stattgefunden hat

-Fahrzeugschein

-Fahrzeugbrief

-Bestätigung der KFZ Versicherung

-Gültiger Reisepass oder Personalausweis

-Nachweis über Gültigkeit der Hauptuntersuchung

Sobald alle diese Unterlagen vorliegen, kann man auch das spezielle Kennzeichen für die Ausfuhr erhalten. Sobald alle Dokumente vorliegen, steht dem Antrag nichts mehr im Wege. Dabei kann man das Kennzeichen auf unterschiedlichen Wegen beantragen.

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Der Antrag auf das Überführungskennzeichen

Der persönliche Antrag

Um das Kennzeichen persönlich zu beantragen, muss man mit allen Dokumenten die Zulassungsstellen aufsuchen. Das kann natürlich viel Zeit kosten, je nachdem welche Wartezeiten oder Öffnungszeiten dabei zu beachten sind. Nachdem man die Zulassung dort erhalten hat, muss man allerdings auch noch den steuerlichen Aspekt mit dem örtlichen Finanzamt erledigen, was meistens in Form einer Überweisung geregelt wird. Im Anschluss muss man wieder die Zulassungsstelle aufsuchen und erhält nun die neuen Fahrzeugpapiere. Danach muss man auch noch Nummerschilder beantragen. Der persönliche Weg beinhaltet demnach viele Zwischenstationen, dies sehr zeitaufwendig sein können.

Der Onlinenantrag

Deutlich einfacher ist der Erwerb des Überführungskennzeichens aus dem Onlineweg. Hierbei wird der Kontakt mit der Zulassungsstelle Online wahrgenommen und man reicht die Unterlagen durch gescannte Dokumente ein. Das Fahrzeug wird dann auf der Internetplattform angemeldet, wobei die einzelnen Schritte klar erkennbar sind, durch welche man dann hindurchgeführt wird. Dieser Weg ist deutlich besser, wenn man selbst im Ausland wohnhaft ist und sein Fahrzeug hierhin überführen möchte. Alle Kosten werden bei diesem Verfahren Online überwiesen.

Wichtige Informationen zum Überführungskennzeichen

Wer ein solch spezielles Kennzeichen beantragen möchte, muss beachten, dass dieses nur für einen Zeitraum von 15 Tagen bis zu einem Jahr gültig sein wird. Zudem muss man bei den Anträgen mit einer Bearbeitungszeit von bis zu 2 Tagen rechnen.

Bei einem Überführungskennzeichen besteht zudem auch eine Versicherungspflicht!

Kein Fahrzeug darf bewegt werden, wenn es nicht entsprechend versichert worden ist. Beantragt man nun ein Überführungskennzeichen, dann wird hierbei auch eine spezielle Art der KFZ Versicherung abgeschlossen. Bereits, wenn man die Versicherung abschließt, sollte man einige Aspekte beachten, die sehr wichtig sind. Zum einen hat man die Wahl zwischen der Haftpflicht, der Teil- oder Vollkasko Versicherung für den neuen Wagen. Zudem wird hierbei auch vertraglich genau festgelegt für welchem Zeitraum, das Fahrzeug versichert sein wird, was man bei dem Transport beachten muss. Man sollte sich nun durchaus die Zeit nehmen, die unterschiedlichen Angebote verschiedener Versicherungen vor einem Abschluss zu prüfen, denn dadurch kann man Kosten einsparen. Die Höhe der Summe für diese Versicherung wird anhand der Fahrzeugart festgelegt.

Man kann zudem auch kein Fahrzeug überführen, welche nicht den TÜV Normen entspricht und über die entsprechende TÜV Plakette verfügen sollte. Sollte man das Fahrzeug bewegt und das Überführungskennzeichen ist nicht mehr gültig, muss man ein Bußgeld zahlen. Ebenso darf man ein Überführungskennzeichen nicht einfach auf einem anderen Wagen anbringen. Jedes Fahrzeug benötigt ein ganz eigenes Kennzeichen. Sollte man Steuerschulden haben, kann es sogar zu einer Ablehnung des Überführungskennzeichen kommen, auch wenn es sich nur um eine geringe Summe handeln sollte.

Welche Kosten können bei einem Überführungskennzeichen entstehen?

Neben den Kosten für den Antrag und die Versicherung darf man nicht vergessen, dass für den Transport auch Steuern anfallen werden. Dieser Vorgang ist gesetzlich vorgeschrieben und kann in keinem Fall umgangen werden. Hinzu kommen allgemeine Bearbeitungskosten, die für die Erstellung Ihrer neuen Unterlagen in Rechnung gestellt werden und die Kosten für die neuen Schilder.